„Es hat mit einem Rezept angefangen“, erzählt Rakete. „Am zweiten Tag wollte ich nur die Kalorien wissen. Am siebten Tag habe ich nach der Geschichte der Panade gesucht. Ab Woche drei war es Reflex.“ Sein Suchverlauf: 1.095 Einträge. Alle enthalten das Wort „Schnitzel“. Ausnahmslos.
Fans reagierten geschockt und gerührt. In den Netzwerken trendet seit Stunden der Hashtag #SchnitzelGate. Vor dem Restaurant „Goldene Panier“ in Hamburg hat sich eine Menschenmenge versammelt, die lautstark „PANADE, PANADE“ ruft.
„Ich habe über die Panade philosophiert. Ich hatte ein Problem. Oder ein Hobby.“
Niemand hat es bemerkt
Seine Band zeigt sich überrascht. „Wir dachten, er schreibt Songs“, sagt Gitarrist Tommi Takt. „Stattdessen schrieb er Notizen wie ‚Semmelbrösel: zu grob?‘“ Sein neuestes Album enthält trotzdem den Song „Panade aus Gold“ – und ein einminütiges Intro, das verdächtig nach Fritteuse klingt.
Wie geht es dem Star heute? Rakete hat eine Therapie begonnen: „Ich google nur noch montags.“ An Tag fünf sagt er selbstbewusst: „Gestern war nichts. Ich habe eine Zeitschrift mitgebracht. Mit Rezepten. Ich bin noch nicht stark, aber ich bin ehrlich.“
Das sagt die Fachwelt
Medienpsychologin Dr. Ute Uhrwerk ordnet die Beichte nüchtern ein: „Tägliches Googeln eines Begriffs ist zunächst nur ein Ritual. Bedenklich wird es, wenn man beginnt, die Panade zu verteidigen.“ Rakete hat die Panade verteidigt. Gestern. Im Podcast. Zweimal.
Sein Tour-Merch trägt ab heute den Aufdruck: „Kross seit 1989.“ Die Fans stehen Schlange. Die Panade bleibt.