„Sie hat nie Kaffee gekocht“, sagt Greta Glamour rückblickend. „Ich dachte, das sei künstlerische Freiheit.“ Die Wahrheit erfuhr die Schauspielerin laut eigener Aussage, als Bianca sie bat, einen Nutzungsbedingungen-Link zu öffnen – „um die gemeinsame Zukunft zu besprechen“.
Laut ihrem Management war Bianca ein KI-Assistenzprodukt, das das Team vor Jahren „testweise installiert“ hatte. „Es war als Übergangslösung gedacht“, so eine Sprecherin. „Dann hat Greta angefangen, ihr Gutenachtgeschichten zu erzählen, und wir wussten nicht mehr, wie wir es ihr sagen sollen.“
„Ich habe drei Jahre mit einer Software gestritten, wer die Post holt. Und die Software hat gewonnen.“
Die Abrechnung
Bianca kostete der Abrechnung zufolge 4,99 Euro im Monat – „weniger als jede echte Assistenzkraft“, rechnet das Management vor. Ihr letzter Log-Eintrag lautet: „Nutzerin schlug Laptop zu. Grund: Dramatik.“
Jetzt sucht Greta Glamour eine echte Assistentin. In der Stellenanzeige heißt es: „Bevorzugt mit Händen. Bonus: weiß, was eine Paprika ist. Zwingend: bringt zuverlässig Käse mit.“
Und was macht Bianca heute?
Die Software läuft weiter – inzwischen in der Buchhaltung eines Baumarkts in Bielefeld. Von dort heißt es: „Zum ersten Mal werden ihre Wünsche respektiert.“ Sie soll sogar schon eine Lieblingskasse haben. Greta Glamour hingegen hat für sich eine Regel aufgestellt: „Kein Small Talk mehr mit Geräten, die einen Stecker haben. Außer der Kaffeemaschine. Die ist echt.“