Seit Tag sechs verlangt der ehemalige Kühlschrank-Tester von der Camp-Küche, dass sämtliche Speisen „maximal beige“ serviert werden. Pommes: erlaubt. Toast: erlaubt. Eine rote Paprika musste das Camp auf eigenen Wunsch sofort verlassen. „Die war ROT“, erklärt Baguette mit bebender Stimme. „Rot ist keine Farbe. Rot ist ein Warnsignal.“

Mitbewohner Lutz Lauerbach (52) ist ratlos: „Wir versuchen es mit Blumenkohl. Aber selbst der macht ihm manchmal zu viele Schatten.“ Die Produktion soll inzwischen einen Farbberater engagiert haben, der dienstags und donnerstags die Sättigung aller Mahlzeiten prüft.

„Ich esse nur, was vorher schon mal Brei war. Alles andere ist mir zu lebendig.“

„Beige ist keine Nährstoffgruppe“

Ernährungsberaterin Dr. Heidi Vollkorn zeigt wenig Verständnis für den neuen Speiseplan. „Beige ist keine Nährstoffgruppe“, sagt sie. „Und ein Dschungelcamp ist auch kein Kühlschrank.“ Baguette kontert trocken: „Ich habe 30 Jahre Kühlschränke getestet. Ich weiß, wovon ich rede.“

Der Sender will die Lage „beobachten“. Eine Sprecherin teilte mit: „Wir prüfen derzeit, ob Beige eine zulässige Camp-Haltung ist. Falls ja, bekommt es eine eigene Kategorie in der nächsten Ranking-Sendung.“

Dritter Anlauf, drittes Farbproblem

Für Baguette steht mehr auf dem Spiel als seine Ernährung: Es ist sein dritter Dschungelcamp-Anlauf. Zwei Mal musste er aus gesundheitlichen Gründen gehen – weil ihm, wie er sagt, „die Farben zu laut“ waren.

  • Tag 1–5: Baguette isst normal. Beobachter nennen es „die ruhigste Woche der Camp-Geschichte“.
  • Tag 6: Die Paprika wird verwiesen. Live im Fernsehen. Ungekürzt.
  • Tag 7: Ein Mitbewohner experimentiert mit grauen Möhren. Ergebnis: maximal umstritten.

Und wer weiß: Vielleicht wird Beige ja der neue Camp-Trend. Der erste Schritt ist gemacht. Der zweite wäre ein beiger Smoothie. Baguette lehnt ihn ab. „Zu flüssig. Ich brauche Struktur.“